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GLP Mad Maxx auf Tour mit Ice Cube

GLP Mad Maxx auf Tour mit Ice Cube

Ein zentrales Gestaltungselement von Ice Cubes aktueller „Truth to Power: 4 Decades of Attitude“-Tour waren acht GLP-Mad-Maxx-LED-Fat-Beams über der Bühne. Obwohl die Geräte über 200 Kilogramm wiegen und ursprünglich entwickelt wurden, um den Look klassischer 7K-Xenon-Suchscheinwerfer nachzuahmen, sind sie laut Hersteller ausdrücklich dafür konstruiert, auch im Rigg geflogen zu werden. Für das noch junge Produkt war dies einer der bislang größten Einsätze.

 

Zum Kreativteam, das die Produktion anlässlich von Ice Cubes vierzigjährigem Bühnenjubiläum entwickelte, gehörten Designer und VJ Justin „Jesus“ Volpe (Amperage Productions), LD/Operator Harrison Coons sowie Tourmanager Chad Fuller. Die Mad Maxx wurden in zwei Vierergruppen platziert: ein Block im Upstage-, einer im Downstage-Bereich.

 

Die Idee, die Scheinwerfer mit ihrem 750-mm-Beam tatsächlich zu fliegen, sei zwar nicht Teil des ursprünglichen Designs gewesen, habe aber dennoch nahe gelegen, denn im Rigg sei ausreichend Platz vorhanden gewesen. Gateway Productions, die dem Team die Mad Maxx erstmals vorgestellt hatten, brachten den entscheidenden Impuls, wie Volpe berichtet: „Wir waren bei ihnen im Lager und sprachen über den Song ‘Ghetto Bird’. Wir wollten eine immersive Szene bauen, in der Ice von der Polizei verfolgt wird. Da gab es ein großes Helikopter-Visual - und wir hatten die Idee, die Geräte wie echte Suchscheinwerfer einzusetzen. Der Inhaber von Gateway, Alex Sommerfeld, fragte: ‘Glaubt ihr, wir können das umsetzen?’, und damit war die Idee geboren.“

 

Um logistisch effizienter zu arbeiten, suchte Gateway nach einer Lösung, die Flightcases während der Tour nicht ständig mitführen zu müssen. Senior VP und Tourmanager Chad Fuller baute daher einen maßgeschneiderten Transportwagen, der es ermöglichte, die Fixtures fest auf der Tyler-GT-Traverse montiert zu lassen, „ohne dass sie den Boden berühren oder die Traverse rollen würde“.

 

„Die Mad Maxx bewegen sich sehr dynamisch, also musste die Transportlösung entsprechend robust konstruiert werden“, erklärt Fuller. „Wir haben sie mit Omega-Mounts und 1/2-Zoll-Cheeseborough-Klammern aus den Cases heraus transportierbar gemacht.“ Volpe ergänzt: „Der Mad Maxx war von Anfang an ein zentrales Element der 40-Jahre-Inszenierung. Vor Showbeginn sah das Publikum zunächst nur das projizierte Logo auf einem weißen Kabuki. Dann formten die vier Mad Maxx im Downstage-Bereich das Wort ‘Cube’ - die Geräte waren also bereits präsent, noch bevor das Konzert eigentlich begann.“

 

Neben der klassischen Suchscheinwerfer-Ästhetik, für die der Mad Maxx entwickelt wurde, nutzte das Team die Fixtures auch für Pixel-Mapping via Resolume. „Im Song ‘It Was a Good Day’ gibt es die Referenz an den Goodyear-Blimp mit der Botschaft ‘Ice Cube’s a pimp’. Also schrieben wir ‘Cube’ auf die Downstage- und ‘Pimp’ auf die Upstage-Geräte.“

 

Die Produktion setzte außerdem 42 JDC Line 1000 sowie zwölf Impression X4 Bar 20, beide von GLP, ein - ein Setup, das zeigte, wie wichtig eine gründliche Vorvisualisierung sein kann. Die beiden Kreativen arbeiteten bereits in der Designphase eng zusammen, unter anderem mit Vectorworks und Depence. „Die JDC Line 1000 waren ein zentrales Element meines Designs“, sagt Volpe. „Die X4 Bars positionierten wir an der vorderen Bühnenkante als Akzentlicht - ein schöner Eye-Candy- und Wash-Effekt ganz vorne.“

 

Daneben wurden jeweils sieben JDC Lines an sechs neun Meter hohen Türmen links und rechts der Bühne installiert. „Harrison hat viele Wipe- und Delay-Chases gefahren, die großartig wirkten“, führt Volpe weiter aus. „Ich habe sie zusätzlich über Resolume pixelgemappt und ArtNet eingespeist, dadurch waren wir extrem flexibel. Da der Großteil des Riggs über sACN lief, hatten wir überall hohe Kanalmodi im Einsatz und damit reichlich Parameter zum Spielen.“

 

Volpe und Coons arbeiteten an zwei GrandMA3-Full-Size-Pulten wie im Ping-Pong-Verfahren zusammen. „Wir waren wahnsinnig gut eingespielt“, sagt Volpe abschließend. „Manchmal wählte ich nur Farben, und er übernahm das Dimmen, manchmal habe ich komplett übernommen - es hat einfach Spaß gemacht.“

 

(Fotos: GLP)

 

www.glp.de

 

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