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Karat kombinieren auf Jubiläumstournee Sennheisers neues EW-DX-System mit Vintage Wireless
Die Berliner Rockband Karat feierte 2025 ihr 50-jähriges Jubiläum mit 75 Konzerten in allen Teilen Deutschlands. Zum Einsatz kam dabei die drahtlose Mikrofonserie EW-DX von Sennheiser.
Sänger Claudius Dreilich verwendete auf der Tournee einen Handsender EW-DX SKM mit dynamischer Mikrofonkapsel MM 435. Keyboarder Martin Becker nutzte für seinen Gesang ein Sennheiser-HSP-4-Kopfbügelmikrofon an einem Taschensender EW-DX SK, um in seiner „Keyboard-Burg“ beweglich zu bleiben. Für sein Mundharmonikaspiel nutzte er ebenfalls einen EW-DX-Handsender, mit Kapsel MMD 935.
Der zugehörige Vierfachempfänger EW-DX EM 4 Dante befand sich seitlich der Bühne am Monitorplatz in einem 19’’-Rack, das neben einem aktiven Antennensplitter ASA 3000 auch zwei älteren Doppelempfängern aus der langen Bandgeschichte Platz bot: einen EM 3532 und einen EM 550 G2 der Evolution-Wireless-Serie für die Akustikgitarren. Den EW-DX EM 4 Dante hatte die Technik-Crew über seine analogen Ausgänge mit der Stagebox des digitalen Mischpultsystems verbunden.
Im Bühnenrack von Gitarrist Bernd Römer kommunizierte ein Doppelempfänger EM 2050 mit insgesamt sieben Sennheiser-Taschensendern, die den unterschiedlichen Instrumenten des Musikers zugeordnet waren. Alle Transmitter wurden auf derselben Frequenz betrieben und beim Wechsel der Gitarren vom Backliner per HF-Mute deaktiviert.
Genau so verfuhr man mit den E-Bässen von Daniel Bätge, der während der Show vier verschiedene Instrumente nutzte. Verwendung fanden in diesem Fall vier Taschensender SK 500 G4 und ein Empfänger EM 300-500 G4, der auf Bätges Bassbox platziert war. Den Pegel eines jeden Taschensenders hatte das Technik-Team an das jeweilige Instrument angepasst.
Während der E-Bass per DI-Box hinter dem Effekt-Board abgenommen wurde, waren für die drei Gitarrenboxen von Bernd Römer drei Sennheiser E 906 mit Supernieren-Richtcharakteristik und schaltbarem dreistufigen Präsenzfilter vorgesehen. Schlagzeuger Heiko Jung hatte seine Snare von oben und unten mit E 904 mikrofoniert. Bassist Daniel Bätge nutzte für seinen Gesang ein dynamisches E-945-Mikrofon mit Supernierencharakteristik, dessen Ausgangssignal bei Nichtgebrauch mittels eines aufgesteckten Gating-Moduls automatisch stummgeschaltet wurde.
„Als ich 2008 zu Karat kam, war Sennheiser bei der Band schon mit diversen Funkstrecken und kabelgebundenen Mikrofonen präsent“, berichtet Michael Schüller, der bei Karat die Funktion des Technischen Leiters bekleidet. Auf der diesjährigen Tournee war Schüller am FOH-Platz anzutreffen, wo er mit einem älteren digitalen Mischpult und diversen externen 19’’-Prozessoren arbeitete. Ein E 825 S, dem man die Strapazen eines langen Tourlebens deutlich ansah, diente ihm als Talkback-Mikrofon.
Schüller ist Bühnenmeister, Beleuchtungsmeister und Meister für Elektrotechnik, doch sein Herz schlägt besonders laut für die Tontechnik, die er schmunzelnd als seine „amtliche Leidenschaft“ bezeichnet. „Um 1976 herum habe ich angefangen, mich intensiv mit Tontechnik zu beschäftigen. Ungefähr zu dieser Zeit habe ich auch Karat zum allerersten Mal live gesehen, als sie Vorgruppe für die Puhdys im Erfurter Panorama-Filmpalast waren“, erinnert er sich. „Als Teenager konnte ich mich sehr für die Musik von Karat begeistern, aber damals war natürlich überhaupt noch nicht absehbar, dass ich einmal für den FOH-Sound der Band verantwortlich sein würde.“ Schüller arbeitete früher regelmäßig als Freelancer für die Adapoe Event- und Studiotechnik OHG, deren Geschäftsführer zuvor Karat bei Live-Auftritten mischte. Seit 2012 ist Schüller bei Adapoe als Meister für Veranstaltungstechnik fest angestellt.
Bernd Römer ist seit 1976 Gitarrist bei Karat und somit das dienstälteste Mitglied der aktuellen Formation. „Vor meinen drei Gitarrenboxen befinden sich schon seit vielen Jahren drei Sennheiser E 906 - eines pro Box“, erklärt er. „Die Boxen geben unterschiedliche Signalanteile wieder, und das Setup folgt dem Prinzip Dry-Wet-Wet: Aus der mittleren Box kommt das trockene Gitarrensignal direkt aus dem Verstärker, die beiden äußeren Boxen links und rechts liefern ausschließlich Effekte wie Delay und Reverb. Michael Schüller erhält somit drei getrennte Signale und kann sie flexibel an die Gegebenheiten des jeweiligen Auftrittsorts anpassen. Er legt fest, wie hoch der Anteil des Direktsignals und der Stereoeffekte ausfällt. Die E-906-Mikrofone bleiben dauerhaft vor den Boxen und wandern nach der Show mit ins Flightcase. Sie müssen daher weder separat aufgebaut noch transportiert werden. Im Touring-Alltag ist es äußerst praktisch, dass die Mikrofone direkt vor dem Bespannstoff hängen und keine zusätzlichen Stative nötig sind - nach dem Öffnen des Case-Deckels ist meine Gitarrenanlage quasi sofort spielbereit.“
Neben den E 906 nutzt Römer seit Jahren einen EM-2050-Doppelempfänger aus Sennheisers 2000er-Serie. „Es ist zwar nicht das allerneueste Digitalmodell, im Touralltag aber eine absolut stabile Funkstrecke“, kommentiert er. „Jede meiner Gitarren ist mit einem eigenen Taschensender bestückt. Beim Instrumentenwechsel wird der Sender der abgelegten Gitarre auf Mute geschaltet, während mein Roadie den Sender der nächsten Gitarre aktiviert. Es ist ein eingespieltes Vorgehen, das schnelle Wechsel erlaubt und Bedienfehler reduziert. Ich habe verschiedene Sennheiser-Taschensender im Einsatz, deren Klangbild jedoch weitgehend identisch ist. Die Pegeleinstellungen jedes Senders sind präzise auf die jeweilige Gitarre abgestimmt, bei einzelnen Instrumenten ist zusätzlich die integrierte Kabelemulation aktiviert. Auf die Bewegungsfreiheit, die mir die Funkstrecken ermöglichen, möchte ich nicht mehr verzichten. Klangunterschiede gegenüber einer klassischen Kabelverbindung sind im Live-Betrieb praktisch nicht wahrnehmbar.“
Thomas Holz, Relations Manager bei Sennheiser, sagt abschließend: „Der sogenannte ‘Ostrock’ ist ein wichtiger Teil der gesamtdeutschen Rockgeschichte, und der Einfluss von Karat ist unbestritten. Es gibt kaum eine Band, die auf eine derart lange Historie zurückblicken kann und dabei gestern wie heute für künstlerische Authentizität steht. Wir freuen uns, durch unsere Partnerschaft mit Karat an dieser Geschichte teilhaben zu können. Karat feiert 50 Jahre, Sennheiser 80 Jahre - zwei Jubiläen, die für Leidenschaft und die Liebe zur Musik stehen.“
(Fotos: Sennheiser)
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