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JDC Burst 1 debütiert bei Adriatique in der Royal Albert Hall

Der JDC Burst 1, GLPs neuester Strobe-/Wash-Hybrid, feierte kürzlich sein UK-Debüt: Insgesamt 96 der kompakten Scheinwerfer wurden von Lichtdesigner Jelle Stoffels bei einer Show des Schweizer DJ-Duos Adriatique (Adrian Shala und Adrian Schweizer) in der Londoner Royal Albert Hall eingesetzt.

 

Stoffels hatte das Vorgängermodell des JDC Burst 1, den JDC1, schon oft für seine Designs verwendet, und als er erfuhr, dass der Technikdienstleister Siyan die ersten einhundert Exemplare des JDC Burst 1 in Großbritannien erhalten würde, habe er sich sofort für den Einsatz des neuen Fixtures entschieden. Besonders gespannt sei er darauf gewesen, wie sich die beiden jetzt mit RGBW-LED bestückten Panels auf die Dynamik der Show auswirken würden.

 

Stoffels arbeitet seit Kurzem für das belgische Designkollektiv HangarCreates und war erstmals für Adriatique tätig - einem Act, dessen Bühnenbild sich von Show zu Show stark verändert. „Neunzig Prozent der eingesetzten Scheinwerfer waren nur für diese eine Produktion vorgesehen“, sagt der LD und fügt hinzu: „Ich setze die JDCs sehr unkonventionell ein. Eigentlich bin ich kein Fan von Strobe-Looks, aber mit RGBW kann ich auch feinere konventionelle Lichtstimmungen nachbilden. Die Farbauswahl ist breiter, und ich sehe die Strobes und LED-Zellen als zwei separate Werkzeuge, die gleichzeitig nutzbar sind.“

 

Für das Design montierte Stoffels die Scheinwerfer an vertikale Truss-Streben unter der Decke. In Nullstellung leuchteten sie einander an, ließen sich aber sowohl komplett in Richtung Publikum als auch zurück zur großen Orgel der Royal Albert Hall schwenken. „Die Truss-Strukturen sollten an Orgelpfeifen erinnern“, so Stoffels.

 

Die Show-Programmierung übernahm Cedric Duré, langjähriger Show-Director und Lichtprogrammierer von Adriatique. Er konfigurierte die Geräte im 227-Kanal-Modus und schöpfte das volle Potenzial der JDC Burst 1 bewusst erst rund eine Stunde nach Showbeginn aus. Parallel dazu kamen neunzig GLP Impression X4 Bar 20, montiert in vertikalen Streifen, zum Einsatz, nachdem diese zuvor schon Akzente in der Raumhöhe vor der Orgelkulisse gesetzt hatten.

 

Duré hatte die JDC Burst 1 zuvor auf der Prolight + Sound in Frankfurt am Main gesehen und zeigte sich begeistert, sie nun als Erster in Großbritannien einsetzen zu können. „Sie sind ein echtes Upgrade gegenüber den JDC1“, sagt er. „Ich konnte eine deutlich bessere Farbpalette erstellen, was mir sehr wichtig ist. Außerdem lösen die neuen DMX-Modi einige Probleme der alten Profile, was das Programmieren erleichtert.“

 

Adriatique-Shows sind laut Duré generell stark pixelbasiert und beinhalten immer X4 Bars und JDCs. „Wir nutzen MA3, Resolume und MadMapper für die Videomapping-Effekte“, führt er weiter aus. „Für diese erste UK-Show mit den neuen JDC Bursts war für mich klar, dass wir die volle Leistungsfähigkeit ausreizen - mit 48 Pixel-Segmenten pro Panel.“ Beim Gastauftritt der Sängerin Delhia De France während des Tracks „Tremors“ setzte Duré die inneren JDCs zur Illumination der Orgel ein und schuf so eine spezielle räumliche Tiefe, während die restlichen Scheinwerfer auf das Publikum gerichtet waren.

 

Abschließend lobt Stoffels das erfolgreiche Zusammenspiel von JDC Burst 1 und Impression X4 Bar 20: „Während die einen für Leuchtkraft und Atmosphäre sorgten - etwa Silhouetten oder die Inszenierung des Dunsts -, war es gleichzeitig möglich, mit Beams über die gesamte Weite der Royal Albert Hall hinweg zu arbeiten.“

 

(Fotos: Jessica Gilbert)

 

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