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Hans Beckhoff erhält „Preis Deutscher Maschinenbau 2025“
Hans Beckhoff ist im Rahmen des 15. Deutschen Maschinenbau-Gipfels in Berlin am 16. September mit dem „Preis Deutscher Maschinenbau 2025“ ausgezeichnet worden.
Der Preis, der seit 2006 vom Fachmedium „Produktion“ vergeben wird, ehrt Unternehmerpersönlichkeiten, die im Maschinen- und Anlagenbau Maßstäbe gesetzt, Innovationen vorangetrieben und gesellschaftliche Verantwortung übernommen haben. Die Ehrung würdigt Hans Beckhoff, Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, für seine unternehmerische Pionierleistung sowie zahlreiche Erfindungen.
Der 15. Deutsche Maschinenbau-Gipfel wurde am 16. und 17. September 2025 vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der „Produktion“ von MI-Connect unter dem Leitmotiv „Zukunft produzieren“ veranstaltet. Spitzenvertreter aus Industrie, Forschung und Politik kamen zusammen, um über Industriepolitik, die Rolle Europas, den Standort Deutschland und die Zukunft der Produktion zu diskutieren. Das Highlight am ersten Abend war die Verleihung des „Preises Deutscher Maschinenbau“.
Hans Beckhoffs visionäres Schaffen wurde dabei zum greifbaren Beispiel dafür, wie technologische Fortschritte verantwortungsbewusst gestaltet werden können. Als einer der ersten setzte er auf Standard-PCs zur Steuerung von Maschinen und Anlagen, um proprietäre Ansätze durch offene und flexible IT-basierte Lösungen zu ersetzen.
1986 brachte Beckhoff die erste PC-basierte Steuerung auf den Markt. Seitdem setzt das Unternehmen technologische Meilensteine, darunter der erste optische Industriefeldbus Lightbus im Jahr 1989 sowie sechs Jahre später die modularen Busklemmen, die bis heute Industriestandard sind. Im Jahr 2003 schuf Beckhoff mit EtherCAT ein Echtzeit-Ethernet, das sich ebenfalls zum weltweiten Standard etablierte. 2011 stellte Beckhoff das Multimover-Linearantriebsystem XTS vor, auf das 2018 das Planarmotorantriebssystem XPlanar für den intelligenten Produkttransport folgte.
Eine der jüngsten technologischen Errungenschaften des Unternehmens ist das MX-System, welches die schaltschranklose Automatisierung von Maschinen und Anlagen ermöglicht. Herzstück der Automatisierung bei Beckhoff ist die Steuerungs- und Engineeringsoftware TwinCAT, die als Standard-Automatisierungsplattform alle Funktionen einer Maschine beinhaltet - von der Ablauf- und Bewegungssteuerung über die integrierte Messung und Analyse sowie die Bewegungssteuerung für Maschinen und Roboter bis hin zur Bildverarbeitung und Künstlicher Intelligenz.
Speziell diese Kombination aus Hard- und Software erlaubt es dem Maschinenbau, optimierte und damit auch ressourcenschonende Produktionssysteme zu bauen. Beckhoff-Technologien ermöglichen offene Schnittstellen in die IT-Welt, Echtzeitkommunikation sowie die Integration von Edge- und Cloud-Diensten. Durch die prinzipielle Kopplung von IT und Automatisierung tragen sie dazu bei, industrielle Prozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
„Mit seiner Idee der PC-basierten Steuerungstechnik hat Hans Beckhoff nicht einfach nur eine technische Innovation geliefert - er trug entscheidend dazu bei, dem Maschinenbau den Weg in das digitale Zeitalter zu ebnen. Und zwar nicht theoretisch, sondern ganz praktisch. Sein Prinzip: Standardhardware, offene Schnittstellen, maximale Flexibilität - das war ein Befreiungsschlag für viele Maschinenbauer, gerade im Mittelstand“, würdigte Claus Wilk, „Produktion“-Chefredakteur und Laudator, den Preisträger.
Die Jury, besetzt mit Fachvertretern aus Wissenschaft und Verlag - darunter Prof. Günther Schuh (Geschäftsführender Direktor WZL, RWTH Aachen), Thomas Bauernhansl (Leiter Fraunhofer IPA) sowie Verlagsvertreter wie COO Stefan Waldeisen und die Chefredakteure Stefan Weinzierl und Claus Wilk - zeigte sich beeindruckt von Hans Beckhoffs unternehmerischen Leistungen und lobte darüber hinaus sein gesellschaftliches Engagement sowie seine Haltung, dass sich Technologie und Menschlichkeit nicht ausschließen.
Foto: Hans Beckhoff (rechts) mit Laudator Claus Wilk und Moderatorin Ursula Heller bei der Verleihung des „Preises Deutscher Maschinenbau 2025“. (Fotocredit: Beckhoff Automation/Anna McMaster)
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