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Aljoscha Bergforth

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Aljoscha Bergforth, Vertical Sales Specialist bei Instagrid, im Interview.

 

Herr Bergforth, stellen Sie sich und Instagrid unserer Leserschaft bitte kurz vor.

ALJOSCHA BERGFORTH: Sehr gern. Ich bin Vertical Sales Specialist bei Instagrid. Wir sind ein Cleantech-Unternehmen aus Ludwigsburg und haben uns darauf spezialisiert, mobile Energieversorgung neu zu definieren - tragbar, leistungsstark, emissionsfrei und für anspruchsvolle Profis konzipiert. Unser Fokus liegt auf Branchen wie Eventtechnik, Film- und Medienproduktion sowie Baugewerbe.

Was macht Ihre Technologie besonders - gerade für den Eventbereich?

BERGFORTH: Wir lösen ein alltägliches Problem auf moderne Art: keine Netzversorgung vor Ort, zu lange Kabelwege, störende Dieselgeneratoren. Mit unseren Systemen - allen voran Instagrid One - bieten wir sofort verfügbare Energie mit Netzqualität. Das Gerät liefert 3,6 kW Dauerleistung, 18 kW Spitzenleistung und 2,1 kWh Kapazität. Es wiegt nur etwa 20 kg, ist wetterfest nach IP54 und kann in weniger als drei Stunden vollständig aufgeladen werden. Durch das einzigartige Design ist es kein Gefahrgut - Transport und Versand sind somit deutlich einfacher und sicherer, sogar per Paketdienst.

Wie wirkt sich das auf die Arbeit vor Ort aus?

BERGFORTH: Der größte Vorteil ist die sofortige Einsatzbereitschaft. Keine aufwendige Verkabelung, kein Einholen von Genehmigungen für Generatoren. Man schaltet ein und legt los. Besonders bei Open-Air-Veranstaltungen, mobilen Bühnen oder Off-Locations spart das enorm viel Zeit und Ressourcen. FOH-Techniker können sofort loslegen, Bühnenbauer ihre Traversen positionieren und Systemer PA-Systeme einrichten, ohne auf Strom warten zu müssen.

Und wenn man mehr Energie oder Drehstrom benötigt?

BERGFORTH: Dafür gibt es unsere Erweiterungen: Instagrid Link und Link Max. Mit Link können bis zu drei Instagrid One gekoppelt werden, wodurch sich eine Gesamtkapazität von bis zu 6,3 kWh ergibt. Die Batteriesysteme lassen sich im Hot-Swap-Verfahren tauschen, wodurch der Betrieb unterbrechungsfrei möglich ist. Mit Link Max lässt sich ein 400-V-Dreiphasensystem aufbauen - ideal für leistungsstarke Anwendungen wie Motorkettenzüge oder Veranstaltungstechnik mit höherem Leistungsbedarf. Die Systeme sind modular aufgebaut und flexibel kombinierbar.

Wie funktioniert die Kopplung mehrerer Geräte - ist technisches Know-how erforderlich?

BERGFORTH: Die Bedienung ist denkbar einfach. Es sind keine besonderen technischen Vorkenntnisse erforderlich.

Wie lange kann ein typisches Event-Setup betrieben werden?

BERGFORTH: Das hängt stark vom Einzelfall ab - je nach Bedarf und Einsatzort. Wir analysieren den Energiebedarf gemeinsam mit unseren Kunden und empfehlen auf dieser Grundlage die optimale Anzahl an Modulen. Überraschenderweise ist der tatsächliche Bedarf oft geringer als angenommen.

Ein wichtiges Thema ist Redundanz - wie sieht es damit aus?

BERGFORTH: Redundanz ist in der Eventtechnik entscheidend - etwa bei Tonregie, Lichtsteuerung oder Live-Übertragungen. Unsere Systeme lassen sich so konfigurieren, dass im Fall eines Ausfalls automatisch ein zweites Gerät übernimmt - ohne spürbare Unterbrechung. Zudem schützen unsere Systeme empfindliche Technik durch reinen Sinusstrom und sichern Daten durch USV-Funktionalität. Auch für den geräuschlosen Betrieb im Stand-by, zum Beispiel bei Endstufen in der Nacht, sind sie ideal.

Wie robust sind die Geräte im Dauereinsatz?

BERGFORTH: Unsere Geräte sind nach IP54 zertifiziert und damit sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Einsatz geeignet. Mit optionalem Schutzrahmen sind sie zusätzlich vor Stößen und Stürzen geschützt.

Sind Ihre Geräte für den Einsatz im Innenraum und in publikumsnahen Bereichen zugelassen?

BERGFORTH: Ja, durch den geräuschlosen und emissionsfreien Betrieb können sie bedenkenlos auch in publikumsnahen Bereichen oder in geschlossenen Räumen eingesetzt werden.

Wie kreativ kann Instagrid im Eventbereich eingesetzt werden?

BERGFORTH: Die flexible Stromversorgung durch Instagrid ermöglicht kreative Anwendungen, die zuvor technisch oder logistisch kaum umsetzbar waren. Unsere Systeme liefern Energie genau dort, wo sie gebraucht wird - unabhängig von festen Stromquellen. Das erlaubt zum Beispiel den Betrieb beweglicher Kulissenteile wie LED-Postern oder fahrender Flamejets im Theater. Auch strombetriebene Exponate, Displays oder Infocounter können auf Messeständen ohne doppelten Boden frei positioniert werden. Zugangskontrollen an abgelegenen Punkten auf Festivalgeländen, Fassadenbeleuchtungen oder Events wie Outdoorkinos im Wald und Strandkonzerte lassen sich genauso realisieren wie spontane Guerilla-Projektionen oder der Betrieb mobiler Cateringfahrzeuge. Ohne Instagrid wären viele dieser Szenarien nur mit großem Aufwand oder gar nicht möglich.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Welchen Beitrag leistet Instagrid?

BERGFORTH: Unsere Systeme arbeiten vollständig emissionsfrei - im Vergleich zu Dieselaggregaten senken wir den CO2-Ausstoß um bis zu 94 Prozent. Es entstehen keine Abgase oder Brandgefahr durch Treibstoffe, kein Lärm und keine Hitze. Das erhöht auch die Sicherheit auf dem Eventgelände. Zudem sind die Geräte wartungsfrei, langlebig und robust - ein echter Vorteil bei intensiver Nutzung.

Wohin geht die Reise mit Instagrid in den nächsten Jahren?

BERGFORTH: Wir wollen mobile Energieversorgung vollständig neu denken - nicht nur als Ersatz für Generatoren, sondern als intelligente, skalierbare Lösung. Mit modularen Systemen, App-Integration und der Einbindung erneuerbarer Energien. Unser Ziel: Strom dort und dann, wo er gebraucht wird - flexibel, sicher und zuverlässig.

 

Instagrid wird auf der ISE 2026 (3. bis 6. Februar in Barcelona) am Stand CS 460 im Innovation Park präsent sein.

 

(Fotos: Instagrid)

 

www.instagrid.co

 

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