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VTFF drängt Bundesregierung zu Entscheidungen zur Rettung des Filmstandorts Deutschland

„Handeln statt Reden“ - dies fordert der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) von der Bundespolitik. Die monatelange Diskussion über die Rettung des Filmstandorts Deutschland müsse noch in diesem Jahr in konkrete Entscheidungen münden, sonst verschärfe sich die Lage der technisch-kreativen Dienstleister und Produktionsfirmen weiter.

 

Nach Erhebungen des VTFF-Herbstmonitors, den der Verband jedes Jahr erhebt, geht es zwei Drittel der technisch-kreativen Dienstleistungsbetriebe schlecht. Die Umsatzerwartung liegt bei 72 Prozent der Unternehmen im negativen Bereich. Bei den Produktionsunternehmen schätzen aktuell 85 Prozent die allgemeine wirtschaftliche Lage als schlecht oder sehr schlecht ein. 

 

Auch die Aussichten für 2026 werden in der Herbstumfrage der Produktionsallianz von 74 Prozent der Unternehmen als schlecht beurteilt. Um die dringend benötigten Impulse und wieder Dynamik in den deutschen Produktionsmarkt zurückzubringen, müsse die Bundesregierung jetzt handeln. Der VTFF fordert daher die Freigabe der zugesagten Fördermittel, ein Ende der „Projektflucht“ ins benachbarte Ausland, Investition von Produktionsvolumina in den heimischen Film- und Fernsehstandort sowie ein klares Signal an die internationale Branche.

 

Die Die Fördertöpfe DFFF und GMPF in Höhe von insgesamt 250 Millionen Euro müssten vollständig an den Markt gelangen. Der Sperrvermerk des Bundesfinanzministers - derzeit über die Hälfte der zugesagten Mittel - müsse sofort aufgehoben werden. Sonst drohe ein Fehlstart in das Produktionsjahr 2026.

 

Immer mehr Filme, Serien und Eventproduktionen - insbesondere gebührenfinanzierte Projekte von ARD und ZDF - würden im Ausland produziert, zum Schaden der Produktionsressourcen in Deutschland, so der VTFF weiter. Die Politik müsse sicherstellen, dass Sender und Streamer sich verstärkt auf dem deutschen Produktionsstandort engagieren.

 

Die durch freiwillige Vereinbarungen mit Sendern und Streamern - oder durch gesetzliche Regelungen - erzielten Produktionsbudgets müssten bereits ab Januar 2026 in allen Gewerken in Deutschland ankommen. Studios, Rental- und Postproduktionsfirmen, VFX- und Virtual-Production-Dienstleister benötigten Auslastung, um Wachstum und Wertschöpfung zu generieren. Nur so würden hochspezialisierte Arbeitsplätze im Inland gehalten.

 

Noch in diesem Jahr müsse deutlich kommuniziert werden, dass Deutschland ein attraktiver, verlässlicher und planbarer Produktionsstandort für Filme und hochwertige Serien ist. Deshalb müssten die Rahmenbedingungen von der Politik noch vor dem anstehenden Jahreswechsel festgezurrt werden.

 

„Die deutsche Film- und Fernsehindustrie braucht jetzt dringend politische Entscheidungen und klare Weichenstellungen“, betont VTFF-Geschäftsführer Achim Rohnke. „Investitionen der Film- und Serienwirtschaft müssen ohne Wenn und Aber wieder am heimischen Produktionsstandort stattfinden können. Deutschland muss 2026 zurück auf die Landkarte der relevanten Produktionsstandorte. Wir können uns kein weiteres verlorenes Produktionsjahr erlauben.“

 

www.vtff.de

 

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