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c/o Pop 2026 im April in Köln

Seit knapp 25 Jahren verwandelt die c/o Pop Köln einmal im Jahr in Deutschlands Popkultur-Hauptstadt: Das Team bringt Popkulturmomente jenseits des Gewohnten in Kölns buntesten Stadtteil Ehrenfeld, mit einem vielseitigen Popkultur-Programm in zahlreichen In- und Outdoor-Locations, mehreren zehntausend Besuchern und einem bunten Markt auf der gesperrten Venloer Straße. Die diesjährige c/o Pop findet vom 15. bis 19. April 2026 statt.

 

Beim c/o-Pop-Musikprogramm spielen sowohl Newcomer-Acts und etablierte Headliner als auch Insider-Tipps, außerdem finden Secret Gigs an ungewöhnlichen Locations statt. Drumherum macht das c/o-Pop-Experience-Programm popkulturelle Trends abseits des Mainstreams erlebbar: von Hobby Horsing und Drag Wrestling über Auftritte des eigens ausgebildeten Ü70-Frauen-DJ-Kollektivs.

 

Parallel zum Festivalprogramm findet die c/o Pop Convention statt. Tagsüber tauschen sich hier kreative Köpfe bei Panels über die Zukunft der Branche aus und vernetzen sich bei Receptions, um abends gemeinsam in das Festivalprogramm einzutauchen. Die diesjährige c/o Pop Convention rückt Politik und Popkultur verstärkt in den Fokus und stellt die Frage: Was traut sich die Kulturbranche noch? In Zeiten, in denen Ausgrenzung lauter wird als Verbindung und demokratische Werte unter Druck geraten, wirft die Convention zudem die Frage auf, wie die Popkultur, die Branche und die Gesellschaft wehrhaft, kreativ und unüberhörbar bleiben können.

 

Einen Ansatzpunkt diskutieren Elke Kuhlen (Festival Director c/o Pop), Kay Voges (Intendant des Schauspiel Köln, Regisseur und Gründungsdirektor der Akademie für Theater und Digitalität) und Timo Warkus (Sänger der Band Team Scheisse), moderiert von der Journalistin Aida Baghernejad. Sie fordern unter dem Titel „Mehr Punk wagen?!“ mehr Provokation als Form demokratischer Wachheit. Denn wer schweigt, riskiert kulturelle Selbstzensur.

 

„‘Mehr Punk wagen’ ist nicht als nostalgischer Programmtitel zu verstehen. Diskutieren wollen wir eine echte Frage an die Branche: Was sagen wir noch laut und wie?“, erläutert Ralph Christoph, Director der c/o Pop Convention. „Die Zeiten sind alles andere als unpolitisch, und was das mit Popkultur macht und welche Verantwortung die Branche hat, genau das wollen wir bei der Convention diskutieren: von KI bis Rechtsruck, von Deutsch-Rap bis hin zur aktuellen Kulturproduktion in der Ukraine.“

 

Diese gegenwärtigen Entwicklungen und Tendenzen gehen weitere Convention-Programmpunkte an: „DE & I unter Druck: Was bedeutet der Rechtsruck für die Musikbranche?“, unter anderen mit Bisseh Akamé (Universal) und Christiane Müller (Initiative Musik), sowie die Keynote von Matthias Hornschuh und das anschließende Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Martin Andree über „Brandbeschleuniger KI, Demokratie und das kreative Ökosystem“.

 

Christopher Annen (Co-Vorsitzender Pro Musik, AnnenMayKantereit), Mankel Brinkmann (Hush Hush), Elke Kuhlen und die Journalistin Anja Backhaus präsentieren zudem das Kölner Projekt „Club Euro“ und erklären die Ideen und Vorteile einer neuen, solidarischen Ticketgebühr.

 

Gemeinsam gestaltete Programmpunkte mit der parallel stattfindenen Tincon, den Sub-Konferenzen von Pro Musik und des PopBoard NRW, den VUT Indie Days, der GVL und der Initiative Musik machen deutlich: Diese Herausforderungen bewegen die gesamte Branche und lassen sich nur gemeinsam bewältigen.

 

Das Musikprogramm des c/o Pop Festivals vereint ein Lineup von Levin Liam und Ebow über Fuffifufzich und Chloe Slater bis zu Acts, die bislang nur wenige auf dem Schirm haben. Während des Festivals werden zudem Auftritte von Headlinern, die erst kurz vorher bekanntgegeben und an Off-Locations in Köln-Ehrenfeld auftreten werden, stattfinden.

 

Außerdem schaffen Experience-Formate Momente für neue Erfahrungen und ein Zusammenkommen: Dieses Jahr kuratiert das Berliner Whoriental Festival am Samstagabend das Programm im BüzE mit Performances aus Drag, Burlesque, Cabaret und Bauchtanz, einem Ball mit dem Black-Ballroom-Cologne-Kollektiv und einer Party danach.

 

Zum zweiten Mal findet die Flirtparty Frühlingsgefühle statt für Menschen mit kognitiver Behinderung. Und Sona erkundet Virtual Reality aus der Perspektive blinder und sehbehinderter Menschen, entwickelt gemeinsam mit blinden und sehbehinderten Game-Designern.

 

Das c/o Pop Festival und die c/o Pop Convention werden von der Initiative Musik, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stadt Köln, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

www.c-o-pop.de

 

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