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BDKV tritt APWPT bei
Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) ist der Association of Professional Wireless Production Technologies (APWPT) als Fördermitglied beigetreten. Damit baut der Verband seine Zusammenarbeit mit zentralen Partnern im Einsatz für verlässliche Funkfrequenzen für Kultur und Veranstaltungen weiter aus.
Funkfrequenzen sind eine zentrale Voraussetzung für funktionierende Live-Veranstaltungen. Drahtlose Mikrofone, In-Ear-Systeme und Produktionsfunk greifen auf den Bereich von 470 bis 694 MHz zurück. Ohne diese „Kulturfrequenzen“ wären viele Produktionen technisch und wirtschaftlich nicht realisierbar. Gleichzeitig wächst der Druck auf das Spektrum. Vor allem die Bundeswehr, stationierte Streitkräfte und weitere öffentliche Stellen möchten es nutzen. In der letzten Allgemeinverfügung der Bundesnetzagentur wurde bereits ein Warnhinweis für 470 bis 608 MHz angebracht - ein großer Teil der Kulturfrequenzen ist nicht mehr störungsfrei nutzbar.
Solche Nutzungskonflikte können die Durchführung von Live-Events erheblich beeinträchtigen - von minutenlangen Unterbrechungen bis hin zum Veranstaltungsabbruch. Betroffen sind alle: von Arenen und Open-Air-Produktionen bis hin zu Clubs, Theatern und Konzertsälen. Und die Kultur stehe hier nicht allein, betont der BDKV - von Kirchen über Messehallen bis zu Firmenevents oder Kongressveranstaltungen seien „alle Publikumsveranstaltungen und sogar der Rundfunk“ an dieser Stelle bedroht.
Der BDKV bringt sich deshalb aktiv in den politischen Dialog ein, unter anderem gegenüber der Bundesregierung, der Bundesnetzagentur und auf europäischer Ebene gemeinsam mit Partnern wie APWPT, „Save Our Spectrum“ und Pearle*. Ziel ist ein langfristig verlässlicher Zugang zu den notwendigen Frequenzen sowie eine funktionierende Koordination zwischen den unterschiedlichen Nutzungen.
„Live-Veranstaltungen sind hochkomplexe Produktionen, bei denen viele technische, organisatorische und logistische Abläufe präzise ineinandergreifen müssen“, sagt Johannes Everke, Geschäftsführer des BDKV. „Funkfrequenzen sind dabei ein zentrales Betriebsmittel und Rückgrat jeder Veranstaltung. Gleichzeitig schaffen unsere Veranstaltungen genau die Orte von Gemeinschaft und kultureller Teilhabe, die unsere Gesellschaft dringend braucht. Umso widersprüchlicher ist es, wenn diese Grundlage durch zusätzliche staatliche Nutzungsansprüche unter Druck gerät. Hier brauchen wir verlässliche und praxistaugliche Lösungen.“
Jochen Zenthöfer, Vorsitzender der APWPT, ergänzt: „Wir freuen uns, den BDKV als Interessenvertretung der deutschen Live-Entertainment-Branche in die APWPT als Fördermitglied aufzunehmen und unsere Allianz auszubauen. Das ist gerade sehr wichtig, denn mit neuen behördlichen und gesetzlichen Regelungen drohen der Branche Verschlechterungen in der Frequenzausstattung für Funkmikrofone, In-Ear-Systeme und andere Werkzeuge. Eine solche Verschlechterung darf es nicht geben, dafür engagieren wir uns jetzt gemeinsam.“
BDKV-Mitglieder seien aktuell aufgerufen, Störungen im Frequenzbereich bei ihren Veranstaltungen zu dokumentieren und konkrete Fälle zu melden. Diese Praxiserfahrungen sollen den Handlungsbedarf belegen und bei der Entwicklung politischer Lösungen helfen, „damit Live-Bühnen nicht zum Funkloch werden“, so der Verband abschließend.
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