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Convention4u 2026 diskutiert Gegenwart und Zukunft von Business-Events
Unter dem Motto „Loslassen. Neudenken.“ versammelte die Convention4u, der Jahreskongress des Austrian Convention Bureau (ACB), vom 22. bis 24. Juni 2026 rund 190 Meeting-Professionals aus ganz Österreich im Ferry Porsche Congress Center in Zell am See. Drei Tage lang stand die Frage im Mittelpunkt, wie Business-Meetings gestaltet werden müssen, damit sie auch in Zeiten von KI, gesellschaftlichem Wandel und wirtschaftlicher Unsicherheit Orientierung und Wirkung entfalten.
Den feierlichen Auftakt bildete in diesem Jahr die Verleihung des Österreichischen Innovationspreises Tourismus durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, bei der auch mehrere Mitgliedsbetriebe des ACB ausgezeichnet wurden. Damit wurde bereits zu Beginn der Stellenwert der Meetingindustrie für den heimischen Tourismus sowie deren Innovationskraft verdeutlicht.
Einen inhaltlichen Höhepunkt setzte der Live-Podcast „Framing the Future of Business Events. Wie wir besser Entscheidungen treffen“ mit Viktor Mayer-Schönberger, Professor für Internet Governance an der Universität Oxford und international bekannt als Experte für KI und Big Data, sowie Host Urs Treuthardt. Die zentrale Botschaft war: Kongresse dürfen nicht länger ausschließlich Orte der Informationsvermittlung sein. In einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist, liege ihr Mehrwert darin, Begegnungen zu ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und damit bessere Entschlüsse zu fördern. Gerade angesichts von Künstlicher Intelligenz, wirtschaftlicher Unsicherheit und sich wandelnden Geschäftsmodellen brauche es Formate, die Orientierung geben und kreatives Denken fördern.
Auch Raphael Gielgen, Trendscout Future of Work Life & Learn bei Vitra, machte in der Eröffnungskeynote deutlich, dass erfolgreiche Organisationen künftig weniger durch bestehendes Wissen als vielmehr durch ihre Fähigkeit geprägt würden, schnell zu lernen, mutige Entscheidungen zu treffen und neue Perspektiven zuzulassen. Kreativität, Offenheit und die Bereitschaft, Gewohntes loszulassen, seien entscheidende Voraussetzungen, um Innovation aktiv zu gestalten.
Ein weiterer Programmpunkt war die Session „Female Career - Storys von Führungspersönlichkeiten“, die als Weiterentwicklung der Initiative ACB Women in Congress stattfand. Weibliche Führungspersönlichkeiten aus der Meetingbranche berichteten über ihren Karriereweg - von Chancen und Erfolgen ebenso wie von Zweifeln, Umwegen und Herausforderungen. Im Mittelpunkt stand der persönliche Erfahrungsaustausch darüber, was moderne Führung heute bedeute und warum gegenseitige Unterstützung und sichtbare Vorbilder entscheidend für die Weiterentwicklung der Branche seien.
„Mit Women in Congress möchten wir Frauen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu stärken“, sagt ACB-Präsidentin Renate Androsch-Holzer. „Eine innovative Branche braucht vielfältige Perspektiven und Führung, die unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar macht.“
Ganz im Sinne des Kongressmottos wurde auch die Destination selbst zum Programm. Das Ferry Porsche Congress Center, die umliegende Bergwelt und der Zeller See wurden in das Kongresserlebnis integriert. Reflexionsphasen am Berg, Begegnungen am See und zahlreiche interaktive Formate schufen Räume für neue Gedanken und intensive Gespräche.
„Innovation entsteht selten im Sitzungssaal allein. Sie setzt voraus, aus gewohnten Denkmustern auszubrechen“, erläutert ACB-Geschäftsführerin Marie Lechner. „Dafür braucht es Orte, die Perspektivwechsel ermöglichen und Menschen aus ihrem gewohnten Arbeitsalltag herausholen. Welche wichtige Rolle Bewegung wie auch Zeit in der Natur dabei spielt, wird bei Kongressen oft unterschätzt. Umso wichtiger ist es uns, diese Elemente in unserem Tagungslabor zu integrieren. Zell am See bietet dafür die perfekten Rahmenbedingungen.“
Für das Austrian Convention Bureau ist die Convention4u mehr als ein Jahreskongress: Das Tagungslabor verstehe sich als Plattform, auf der die österreichische Meetingbranche gemeinsam Zukunft gestaltet. „Die Convention4u zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Innovationskraft in der Meetingindustrie steckt“, so Sandra Neukart, COO bei Österreich Werbung, dem strategischen Partner der Tagung. „Gerade in Zeiten des Wandels brauchen wir Orte, an denen Wissen geteilt, neue Kooperationen entstehen und gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft gearbeitet wird. Dieser Austausch ist essentiell für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.“
Die gesamte Veranstaltung einschließlich Rahmenprogramm wurde nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens bereits zum siebzehnten Mal als Green Meeting (UZ 62) durchgeführt und unterstrich damit den Anspruch, Innovation und Nachhaltigkeit gemeinsam weiterzudenken. Das Ferry Porsche Congress Center als Locationpartner sowie das Salzburg Convention Bureau (SCB) als Destinationspartner waren Hauptsponsoren der Tagung und trugen laut ACB wesentlich zur Gestaltung des Programms bei.
Die nächste Convention4u findet vom 5. bis 7. Juli 2027 in den Lechwelten in Lech (Vorarlberg) statt.
Fotos (v.l.n.r.): Hubertus Rothwangl (Österreich Werbung), Sandra Neukart (Österreich Werbung), Marie Lechner (ACB), Renate Androsch-Holzer (ACB), Heidi Strobl (SCB), Elisabeth Kassanits-Pföß (SCB), Natascha Ringerthaler (SCB), Oliver Stärz (Ferry Porsche Congress Center) und Uwe Edlinger (Ferry Porsche Congress Center); Urs Treuthardt und Viktor Mayer-Schönberger. (Fotocredits: Tom Grundschober)
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