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GLP JDC2 IP und Mad Maxx prägen Lichtdesign auf Bad Bunnys Stadiontour
Bad Bunnys im November letzten Jahres gestartete „Debí Tirar Más Fotos“-Tour umfasste bislang mehr als fünfzig Stadion-Shows in knapp zwanzig Ländern auf vier Kontinenten und verlangte nach einem Lichtdesign von außergewöhnlicher Dimension. Verantwortlich dafür war Lighting Designer Marcus Jessup.
Gestalterisch setzte Jessup nicht beim Lichtrig an, sondern bei der Bühne. Für Bad Bunny entwickelte er ein Konzept, das von Kontrasten lebt: große, weit ausgreifende Bilder für die Stadiondimension auf der einen Seite; bewusst reduzierte, beinahe intime Momente auf der anderen. Diese Spannweite zwischen Spektakel und Reduktion prägte die gesamte Show.
Die Größe der Venues habe enorme gestalterische Möglichkeiten eröffnet, aber auch hohe Anforderungen an Kontrolle und Dosierung gestellt. Denn ein Stadion schluckt viel Licht. Entscheidend sei deshalb nicht allein, wie viel Leistung ein Rig zur Verfügung stellt, sondern wann diese Leistung ausgespielt wird - und wann nicht.
Für die internationalen Shows nutzte Jessup zwei Lichtlösungen von GLP, die zu zentralen Werkzeugen seines Designs wurden: 136 JDC2 IP und vierzehn Mad Maxx. Letztere waren im Design „für die ganz großen Szenen“ zuständig. Mit einem Output von bis zu 68.000 Lumen aus einem Array von neunzehn LEDs erzeugte der Scheinwerfer massive Lichtsäulen, die sich über die gesamte Stadionbreite hinweg behaupteten und Lichtbilder weit in den offenen Himmel zeichneten. Wurden die vierzehn Mad Maxx synchron nach oben gefahren, wirkte dies weniger wie ein klassischer Moving-Head-Look als vielmehr wie ein architektonisches Element aus Licht.
Während der Mad Maxx die vertikale Größe und Reichweite des Designs bestimmte, lieferten die JDC2 IP dessen rhythmische Struktur. Der hybride LED-Scheinwerfer kombiniert einen weißen Strobe mit RGB-Farbflächen und unabhängig steuerbaren Segmenten. Durch die zonenbasierte Ansteuerung lassen sich interne Animationen, Bewegungen und grafische Abläufe erzeugen, um dem Design Tiefe und Dynamik zu geben.
In energiegeladenen Passagen sorgte der JDC2 IP für harte Akzente, starke Silhouetten und präzise rhythmische Impulse. In den ruhigeren Momenten ermöglichte er feinere Farbverläufe, grafische Muster und kontrollierte Bewegungen, die das Bühnenbild strukturierten. Trotz der enormen Dimension blieb das Lichtdesign bewusst musikorientiert: Die eingesetzten Scheinwerfer sollten die emotionale Dramaturgie der Show tragen, nicht überdecken.
(Fotos: Evangelina Bertelllo/Movingthroughspaceof)
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