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Unternehmen und Anbieter formulieren gemeinsame Agenda beim Blended Travel Summit von GCB und VDR

Unternehmen und Anbieter formulieren gemeinsame Agenda beim Blended Travel Summit von GCB und VDR

Blended Travel bietet große Chancen für Unternehmen, Destinationen und Geschäftsreisende. Damit sich die Potenziale der Verbindung von beruflichen und privaten Reisen künftig besser realisieren lassen, brauche es jedoch klare rechtliche Rahmenbedingungen, integrierte Prozesse und eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten.

 

Zu diesem Ergebnis kamen rund achtzig Vertreter aus Unternehmen, Travel Management, HR, Hotellerie, Destinationen, Wissenschaft und Technologie beim Blended Travel Summit 2026, den der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) und das German Convention Bureau (GCB) am 14. und 15. Juli in Frankfurt am Main veranstalteten.

 

Geschäftsreisen wurden zwar schon immer vereinzelt privat verlängert, mit mobilem Arbeiten, neuen Formen der Zusammenarbeit und veränderten Erwartungen der Mitarbeiter entwickele sich Blended Travel jedoch zunehmend zu einem strategischen Thema. Längst gehe es dabei nicht mehr allein um das Travel Management - auch HR, Compliance, Finance und weitere Unternehmensbereiche seien gefordert, gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.

 

Gleichzeitig müssten Destinationen, Hotellerie und Technologieanbieter ihre Angebote stärker an den Bedürfnissen im Markt ausrichten. Genau hier setzte der Summit an und brachte erstmals beide Perspektiven systematisch zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Summits stand deshalb nicht die Frage, ob Blended Travel stattfindet, sondern wie Nachfrage- und Angebotsseite die Entwicklung künftig gemeinsam gestalten können.

 

In interdisziplinären Workshops identifizierten die Teilnehmer elf prioritäre Handlungsfelder, um Blended Travel zeitgemäß umzusetzen. Dazu gehörten unter anderem rechtssichere Musterregelungen für Unternehmen, die Verankerung von Blended Travel in Reiserichtlinien, die technische Integration in bestehende Buchungs- und Abrechnungssysteme sowie ein engerer Schulterschluss zwischen Unternehmen, Technologieanbietern und Destinationen. Ebenso sähen die Teilnehmer Handlungsbedarf beim Abbau rechtlicher und steuerlicher Hürden sowie bei der Entwicklung gemeinsamer Pilotprojekte.

 

„New Work braucht New Mobility. Und Blended Travel ist Ausdruck dieses Wandels“, sagt Jens Schließmann, VDR-Geschäftsführer. „Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, neue Freiräume zu ermöglichen und gleichzeitig Compliance, Fürsorgepflicht und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Dafür brauchen wir gemeinsame Standards und praxistaugliche Lösungen. Der Summit hat gezeigt, dass wir diese nur gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln können.“

 

Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB, ergänzt: „Blended Travel eröffnet Leistungsträgern aus dem Ökosystem von Business-Events ebenso wie touristischen Anbietern enorme Chancen: 55 Prozent aller Bleisure-Reisen finden anlässlich des Besuchs eines Business-Events statt. Auf dem Summit wurde deutlich, dass die Anbieter am Tagungs- und Kongressstandort Deutschland vielfältige Ideen haben, um die wachsende Nachfrage mit passgenauen Produkten und Services zu bedienen.“

 

Eine wichtige fachliche Grundlage des Summits bildeten zwei aktuelle Studien, die erstmals sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite von Blended Travel umfassend beleuchten. Die gemeinsam vom Bayerischen Zentrum für Tourismus (BZT) und der Initiative „Blend it!“ durchgeführte Befragung deutscher Geschäftsreisender zeigt unter anderem, dass bereits 67 Prozent der Befragten berufliche Reisen mit privaten Reiseanteilen verbinden.

 

Ergänzend macht der „Bleisure & Workation Monitor“ der IU Internationalen Hochschule mit 1.000 befragten touristischen Betrieben deutlich, dass Blended Travel auf Anbieterseite zwar bereits vielerorts gelebte Praxis ist, viele Betriebe ihr Potenzial durch zielgruppenspezifische Angebote jedoch noch besser ausschöpfen könnten.

 

Die Ergebnisse des Blended Travel Summits sollen nun im Rahmen der Initiative „Blend it!“ weiter vertieft und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden. Das gemeinsame Whitepaper „Blended Travel“ soll am 28. Oktober 2026 im Rahmen eines Webcasts vorgestellt werden; es soll die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis bündeltn und aufzeigen, wie Unternehmen, Destinationen und weitere Akteure Blended Travel künftig gemeinsam erfolgreich gestalten können.

 

Foto: Blended Travel Summit 2026. (Fotocredit: GCB/VDR)

 

www.blended-travel-hub.de

www.gcb.de

 

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